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PaintingScan - A brand new Memonic offering

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PaintingScan - A brand new Memonic offering

There it is – that expressive painting of this famous artist. The highlight of your living room!

Imagine something happens to that wonderful work of art. A kid playing and accidentally maul it off the wall. Or some unwanted guests robbing your most cherished treasure.

Or, you simply want to take your painting along wherever your go.

As of today Memonic offers you a ingenious solution: Our brand new PaintingScan ® service.

Send us your painting and we send you your scan!

Here’s how it works:

Barbara sits at home and enjoys a coffee moment beneath the superb painting by Swiss artist Pat Noser.

She likes the intensive colors so much she would like to let them accompany her all through the day. Nothing simpler than that! She wraps the painting in thick layers of packaging paper, and sends it off to Memonic (Address here). Handled with care, the work of art arrives in perfect shape at Memonic offices in downtown Zurich.

Unwrapped quickly, we prepare the painting in a meticulous process for the scanning.

Our high quality wide-angle scanner is able to capture-scan the entire picture at once.

The gentle scan beam ensures that any sensitive paint (oil-based, water color, etc.) is preserved completely. We send you back a high quality scan of your work of art.

Just check a few examples we could complete for an alpha customer.

We offer an attractive introductory pricing starting as low as $9.99 per sqm. Test it today! Send us your painting now!

Comments (5)  Permalink

Comments

2ni @ 01.04.2010 08:24 CEST
Fantastic!
leostatic @ 01.04.2010 09:10 CEST
ok, enough of this april fool tricks!
Marc @ 01.04.2010 09:19 CEST
bombastic :-)
Axel @ 01.04.2010 09:51 CEST
I've got some nice paintings in my cellar which I would like to have a copy of. The problem is the transport: they're all painted directly on the walls (see my homepage) Do you offer a mobile scanning@home service as well?
marcel @ 01.04.2010 16:51 CEST
mobile service should be easy, looks like the scanner is easier to transport than the painting :-)

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Versunkenes Pfahlbauerdorf im Schlamm

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1. April 2010, 06:13, NZZ Online

Versunkenes Pfahlbauerdorf im Schlamm

Versunkenes Pfahlbauerdorf im Schlamm

Erneut sensationeller Fund – NZZ-Gebäude wird vorübergehend geräumt

Pfahlbauerdorf
Bild anklicken für Vollansicht
So könnte das Pfahlbauerdorf unter der NZZ ausgesehen haben. (Bild: Auguste Bachelin)
Was der Einbruch im Werbemarkt und die damit verbundene Medienkrise nicht geschafft haben, erreichen nun posthum die Pfahlbauer: Das NZZ-Hauptgebäude wird geräumt. Allerdings nur als vorübergehende Massnahme. Die Mitarbeiter von Redaktion und Verlag werden demnächst umziehen, um der Stadt Zürich die Erhaltung wichtiger Kulturgüter zu ermöglichen.

ii. Der spektakuläre Fund einer Seeufersiedlung beim Bau des Parkhaus Opéra hat weitreichende Konsequenzen. Bei den rasch anberaumten Rettungsarbeiten hat sich herausgestellt, dass das besiedelte Gebiet weitaus grösser war, als bisher angenommen, und sich besonders in südöstlicher Richtung ein paar beachtliche Überresten von Häusern befinden, die zusammen ein in sich geschlossenes Pfahlbauerdorf bilden. «Unter der NZZ befindet sich ein wertvoller Kulturschatz, ein versunkenes Dorf», sagte Dölf Wild, Leiter der Zürcher Stadtarchäologie vor den Medien.

Bei Sondierbohrungen im Keller des NZZ-Eckgebäudes an der Goethestrasse sei man auf über 5000 Jahre alte Kulturschichten von internationaler Bedeutung gestossen. «Funde in Feuchtböden sind besonders wertvoll und aufschlussreich, weil sie unvergleichlich besser erhalten sind als solche in trockenen Böden», erklärte Wild weiter. Hölzer, Geweihe, Knochen, Pflanzen, Speisereste und gar Textilien seien bestens konserviert. Diese Funde seien einmalig. Zum ersten Mal haben sich Fundamente ganzer Häusergruppen erhalten. Sie geben Ausschluss auf das Zusammenleben der Pfahlbauergemeinschaft.

Entdeckt wurden die neuen Zeitzeugen der Urgeschichte per Zufall. Da bereits vor zwei Wochen in unmittelbarer Nähe im Boden des Baugeländes des Opéra-Parkhauses mehrere Siedlungsphasen mit Pfahlbaudörfern der Stein- und Bronzezeit identifiziert worden sind, hätten die Archäologen diese Schichten bis an die Ränder verfolgt. Dabei seien sie bis unter das Fundament eines der vier NZZ-Gebäude gelangt und hätten die Reste des versunkenen Dorfes entdeckt, wie aus dem Hochbauamt der Stadt Zürich verlautete. Darauf seien sie mit einem Gesuch um sofortige Massnahmen an die Behörden gelangt. Die inzwischen abgetretene Baudirektorin Kathrin Martelli brachte das Geschäft mit oberster Priorität in die Stadtratssitzung ein, wo vorerst ein Notkredit gesprochen wurde. Über weitere Gelder wird der Gemeinderat befinden.

Die Zeit eilt, denn es läuft bereits eine Bewerbung bei der Unesco, die Pfahlbauten des Zürichsees als Ensemble zum Weltkulturerbe zu ernennen. Mit den neuen Funden beim Parking Opéra und unter der NZZ erhöhen sich die Chancen beträchtlich. Dies hat wiederum finanzielle Auswirkungen. Zusammen mit der Ehre, ein Kulturerbe von höchster Qualität zu hüten, erhält die Stadt von der Unesco Gelder, die den Unterhalt und die Pflege der Denkmäler gewährleisten sollen. «Wir heben hier mit Hilfe der Unesco einen Jahrtausende alten Schatz, der uns und künftigen Generationen ein spannendes Kapitel der Zürcher- und Menschheitsgeschichte erzählen wird», sagte Martelli gegenüber NZZ Online.

Gefährliche Bauarbeiten

In dem sumpfigen Gelände sind Grabungen jedoch nicht einfach. Durch die Erschütterungen bei den Bohrungen sowie durch allfälliges Absinken des Fundaments können sich in den Mauern Risse bilden. Deshalb hat die Stadt Zürich den zweckgebundenen Kredit von sechs Millionen Franken für die Rettungsgrabungen mit der Auflage verbunden, dass die Arbeitsplätze der NZZ sicherheitshalber zu räumen seien.

In Windeseile mussten die Verantwortlichen bei der NZZ neue Büroräumlichkeiten auftreiben. Als Folge der Wirtschaftskrise erweist sich dies nun einfacher als gedacht. Offenbar finden die Verlagsmitarbeiter im NZZ-Gebäude in Schlieren Platz. Die Geschäftsleitung wechselt über die Strasse ins Conti-Haus, das der NZZ-Holding gehört. Die Redaktionen der «Neuen Zürcher Zeitung» sowie von NZZ Online beziehen die Büros der «Schweizer Illustrierten» an der Höschgasse. Diese wiederum kehrt ins Ringier Pressehaus an die Dufourstrasse zurück.

Der Auszug der Medienleute ist zeitlich befristet. Rund acht bis zehn Monate sollen die Grabungsarbeiten dauern, kürzer als jene im Parking Opéra. Da die Stätte durch das darüber liegende Gebäude vor Regen und Unwetter geschützt ist, entfallen zeitraubende Vorbereitungsmassnahmen. «Die Grabung wird mit wissenschaftlicher Sorgfalt durchgeführt, die Funde und Hausstrukturen werden dokumentiert und später ausgewertet», sagt Stadtarchäologe Wild. «Die Resultate geben Auskunft über die Lage der Siedlungen und das Leben unserer Vorfahren». Die Archäologin Ursula Hügi konnte bereits zahlreiche kleine Fundstücke sicherstellen, um eine erste Einordnung vornehmen zu können.

Denkmalpflege rechnet mit grossem Aufwand

Auch die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege hat sich mit dem Fund befasst. Sie sei zum folgenden Schluss gekommen: «Angesichts der anzunehmenden Grösse der Fundstelle und der Reichhaltigkeit der bisher geborgenen Baureste und Funde muss mit einem sehr hohen Untersuchungs- und Bergungsaufwand gerechnet werden», heisst es in einer Mitteilung. «Für die Eidgenössische Denkmalpflege ist die Grabung unabdingbar.»

Die Planung für die Grabung läuft bereits auf Hochtouren. Rund 40 Archäologen und Studenten sollen angestellt werden. Neben dem bereits gesprochenen Kredit wird die Stadt aufgrund der gesetzlichen Möglichkeiten bei Bund und Kanton einen angemessenen Beitrag beantragen. Sollten genügend Gelder zusammenkommen, soll das Gelände konserviert und zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich zugänglich gemacht werden. Denkbar wäre, beim Bau des benachbarten Parking Opéra einen Tunnel-Zugang zum versunkenen Pfahlbauerdorf anzulegen. «Doch für solche Pläne ist es noch viel zu früh», sagt Stadtarchäologe Dölf Wild. «Wir sind erst einmal froh, dass uns die NZZ-Leitung den Zugang so rasch und unbürokratisch ermöglicht.»

Mit Volldampf durchs S-Bahn-Netz

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Region : 1. April 2010 06:13 ergänzt: 01.04.10 07:16

Mit Volldampf durchs S-Bahn-Netz

Die einzige dampfbetriebene S-Bahn der Welt

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Strom trifft Kohle: Ab Juni verkehren Dampfbahn und S-Bahn Seite an Seite auf dem gleichen Schienennetz. (Bild: Dieter Enz)


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Klammheimlich bewarb sich der Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland für den Betrieb der S-Bahn zwischen Uster und Oerlikon. Jetzt dürfen die Bähnler die Strecke betreiben - mit Dampf.

Gabriela Frischknecht

«Dieser Auftrag wird uns in der ganzen Welt bekannt machen!» Dieter Enz, Medienverantwortlicher des Dampfbahn-Vereins Zürcher Oberland (DVZO), strahlt und zählt im Geiste bereits die zahllosen Eisenbahnfans, die ins Oberland pilgern werden, um die einzige dampfbetriebene S-Bahn zu bestaunen.

Eine Frage des Preises

Die neue S23 wird ab kommendem Juni zwischen Uster und Oerlikon verkehren. Sie muss während der ersten zwölf Monate - bedingt durch dringende Bauarbeiten in Zusammenhang mit der Durchmesserlinie Zürich - mit thermischer Traktion, der Fortbewegung durch Wärmeerzeugung also, geführt werden. Deshalb hat der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) diese Leistung im vergangenen Dezember ausgeschrieben. Jetzt hat er dem Dampfbahn-Verein den Zuschlag gegeben.
Dass der ZVV den Dampfbahn-Verein mit dem Betrieb der neuen S-Bahn-Strecke betraut hat, mag auf den ersten Blick erstaunen. Für Enz ist klar: «Wir haben eine konkurrenzlos günstige Offerte abgegeben, der ZVV konnte gar nicht anders, als uns den Auftrag zu geben.» Warum der DVZO so unschlagbar günstig offerieren konnte, liegt auf der Hand. «Auch die dampfbetriebene S23 - wir werden sie D23 für ‹Dampf› nennen - wird gemäss unserer Vereinsphilosophie ausschliesslich in Freizeitarbeit durch fachgerecht ausgebildete und geprüfte Mitglieder betrieben», erklärt DVZO-Präsident Hugo Wenger.

Kein Halt in Nänikon/Greifensee

Der detaillierte Fahrplan für die D23 ist noch in Arbeit. Klar ist aber jetzt schon: Der Dampfpendelzug wird gegenüber dem herkömmlichen Rollmaterial der S-Bahnen weniger schnell unterwegs sein können. «Mit doppeltem Schaufelbetrieb erreichen wir nach unseren Berechnungen eine Maximalgeschwindigkeit von 70 km/h», so Wenger. Das heisst, dass die D23 rund 33 Minuten statt der üblichen 20 Minuten benötigt. Um Zeit gutzumachen, verzichtet man auf den Halt in Nänikon/Greifensee.
Zwischen dem ZVV und den umtriebigen Dampfbähnlern ist alles geklärt. «Wir sind sehr zufrieden mit dieser Lösung», sagt auch ZVV-Sprecher Xaver Wastel, und er betont: «Eine dampfbetriebene S-Bahn hat natürlich gerade bei Stromunterbrüchen nicht zu unterschätzende Vorteile.»
Den Unterhalt des Dampfpendelzugs sehen die DVZO-Verantwortlichen unproblematisch. In der Lokremise Uster ist bereits ein Wasserkran im Bau, die Pläne für das Kohlendepot sind fertiggestellt. «Auch entlang der Strecke - an den Bahnhöfen Dübendorf und Oerlikon - werden im Laufe der Monate April und Mai Wasserkrane gebaut», führt Enz aus. Für kleinere Kohlendepots entlang der S-Bahn-Strecke plane man, geeignete Schuppen oder Gartenhäuschen zu requirieren. «Mit den Besitzern werden wir uns sicher einigen können.»

Viel Begeisterung ...

Die dampfbetriebene S-Bahn stösst weit herum auf Begeisterung. «Das ist eine Riesenchance für die Region», betont auch Peter Scharrer, Präsident der Hotelier-Vereinigung Zürcher Oberland mit Sitz in Pfäffikon. Der regionale Eisenbahnexperte Bruno Schwellenberger aus Wetzikon will dafür sogar einen Umweg in Kauf nehmen bei der Fahrt zu seinem Arbeitsort. «Für mich kommt nur noch die D23 als Transportmittel in Frage!» Er liebäugelt gar mit regelmässigen Einsätzen als Kohlenschaufler abends oder an Wochenenden.

... aber auch viel Skepsis

Allmählich werden aber auch die kritischen Stimmen lauter. Unter den Anwohnern der betroffenen Gebiete im Glattal führen die befürchteten starken Rauch- und Russemissionen zu Unmut. Nicht glücklich ist auch die Organisation Pro Bahn, die sich um das Wohl der Fahrgäste sorgt. «Aus Versicherungsgründen muss man die Abgabe von Schutzbrillen an die Pendler in Erwägung ziehen», sagt dazu Pro-Bahn-Sprecher Jean-Claude Vapeur. Er befürchtet, dass herumfliegende Russpartikel in die Augen von Fahrgästen gelangen könnten. «Haftungstechnisch ist das heikel», zeigt sich Vapeur besorgt. Industriearchäologe Mario Di Fabrizio hat für dieses Ansinnen nur Kopfschütteln übrig: «Einen derartigen technischen Rückschritt hat es in der Geschichte der Industrialisierung noch nie gegeben.»
DVZO-Präsident Hugo Wenger nimmt die Einwände zwar ernst. Er ist sich aber sicher, dass der Verein die grösste Herausforderung seit der Gründung hervorragend meistern wird. «Wir sind bereit; wir schaffen das!»

Freiwillige vor!

Für den S-Bahn-Betrieb braucht der DVZO deutlich mehr Leute, die in die historischen Uniformen steigen. «Wir suchen freiwillige Heizer und Hilfskondukteure», sagt DVZO-Präsident Hugo Wenger. Eine Möglichkeit, sich ein Bild über diese Einsätze zu machen, bietet sich bereits heute Donnerstag: Gleichzeitig mit der Präsentation des Rollmaterials für die D23 gibt der DVZO von 12 bis 14 Uhr in der Lokremise Uster einen umfassenden Einblick. Prunkstück der Präsentation ist der von den Technikern in der Lokremise eigens für den S-Bahn-Einsatz konstruierte Dampfpendelzug – samt massgefertigtem Partikelfilter für den Kamin.

» Leser-Kommentare: 3 Beiträge

Jetzt wird mit den Ketten gerasselt

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Donnerstag, 01. April 2010

Rapperswil Die Ortsgemeinde will das Schloss umnutzen und lässt es für Touristen spuken
Endlich ist bekannt, wie das Schloss Rapperswil künftig genutzt wird. Die Ortsgemeinde vermarktet das Wahrzeichen ab Herbst als Geisterschloss.
Michael Grimm
 
Freuen sich auf Grusel: Matthias Mächler (Ortsgemeinde), Birte Wolf (Fear Factory GmbH) und Benedikt Würth (Stadtpräsident). (Manuela Matt)
 

Wenn der Plan der Ortsgemeinde Rapperswil-Jona aufgeht, pilgern bald Grusel- und Spukfreunde aus dem ganzen Land an den Obersee. Ab Herbst wird es im Schloss an sechs Tagen in der Woche spuken, zu einem späteren Zeitpunkt auch nachts. Eine deutsche Firma für Spezialeffekte wird bemüht sein, Abenteuertouristen einen kalten Schauer über den Rücken zu jagen. In vier Themenräumen im umgestalteten Schloss werden furchteinflössende Geschichten mit Bezug auf Rapperswil erzählt.

«Hier entsteht Einmaliges»

Damit das Geisterschloss aus der Masse von Freizeitangeboten heraussticht, rührt man mit der grossen Kelle an. Die Räume werden mit zahlreichen technischen Raffinessen ausgestattet. Per Computer kann ein Regieteam die Geschehnisse steuern und so auf das Publikum eingehen.

Matthias Mächler, Präsident der Ortsgemeinde und selber ein Freund von Gruselfilmen, stellte das Projekt gestern begeistert an einer Medienorientierung vor. «Im Schloss entsteht Einmaliges. Eine Attraktion, die für Schlagzeilen sorgen wird. Den Besuchern wird der Angstschweiss ausbrechen», erklärt er. Auch Stadtpräsident Benedikt Würth freut sich schon auf das Kettenrasseln. «Es ist keine simple Geisterbahn, sondern eine Herausforderung für Hartgesottene», erklärt er.

Das ebenfalls im Schloss beheimatete Polenmuseum führt den normalen Betrieb weiter. Museumssprecher Wladyslaw Jagiello sprach gestern von einem «Experiment, dem man grundsätzlich kritisch gegenübersteht und das im Auge behalten wird».

Gaddafi-Scherze zum 1. April

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Gaddafi-Scherze zum 1. April
 
Der libysche Ölkonzern Tamoil rettet das Sauber-Team und das Bundesgericht verbietet 1.-April-Scherze. Die kreativsten Geschichten der Schweizer Medien.

Aprilscherz von RADIO TOP   

RADIO TOP berichtet heute, dass der libysche Ölkonzern Tamoil beim Rennstall Sauber einsteigt und so das Überleben des Sauber-Teams sichert. Auch für die Schweizer Geisel Max Göldi soll sich das Sponsoring positiv auswirken. Gaddafi wolle Tripolis zudem zu einem Formel-1-Mekka machen.

Mit dieser Nachrichtenmeldung hat RADIO TOP zahlreiche Hörerinnen und Hörer in den April geschickt. Neben Nationalrat Ulrich Giezendanner hat auch der Formel 1-Experte Marc Surer beim Aprilscherz mitgespielt und den Deal zwischen Sauber und Tamoil analysiert. Auf der Hotline von RADIO TOP sind zahlreiche Telefonate von Hörern eingegangen, die sich über die vermeintliche Zusammenarbeit des Schweizer Teams mit dem libyschen Ölkonzern aufgeregt haben.

Auch Radio 1 setzt auf die Gaddafi Karte. Sie bringen ihn kurzerhand in Verbindung mit dem inhaftierten Millionärssohn Carl Hirschmann. Der Sender tischt seinen Hören auf, dass Hannibal Gaddafi, der Hirschmann von einer Party in Genf kennt, Hirschmanns Freilassung fordert. Im Gegenzug will er Max Göldi freilassen.

Einige Printmedien setzten auf die Möglichkeit, zu einem attraktiven Fotosujet zu kommen. So kündigte die Gratiszeitung «Frauenfelder Woche» für den Donnerstagabend die Eröffnung des ersten Schweizer Nacktwanderwegs in Frauenfeld an.

Und die «Berner Zeitung» druckte auf der Frontseite ein riesiges Bild der Berner Bärenbabys Urs und Berna ab. Die beiden sollen am Donnerstag über Mittag anstelle der Osterhasen durchs Schaufenster des Warenhauses Loeb tollen.

Um Geld und Kunst ging es in den grössten Zürcher Zeitungen. Laut «NZZ» wird ein Spaziergang am Zürisee künftig kostenpflichtig. Drei besonders belastete Zonen am Ufer würden eingezäunt und dürften nur gegen Bezahlung von drei Franken betreten werden, schreibt das Blatt.

Der «Tages-Anzeiger» kündigt eine «ultimative Kunstaktion» an. Das Dada-Haus in der Zürcher Altstadt werde am Donnerstagmorgen abgebrannt. Als Brandstifter fungiere der Co-Direktor des Cabaret Voltaire, und die Berufsfeuerwehr kontrolliere den Brand.

Kaum ein Medium hat sich den Spass nehmen lassen, sich der hohen Kunst des Scherzaustüftelns zu widmen. Dies beschert unter anderem den Thunern einen Auftritt der Rolling Stones, den Langnauern eine entdeckte Gutenbergbibel, den Freiburgern ein Hallenbad im Kino und den Bielern eine gemeinsame Arena für Fussball und Eishockey. Pünktlich auf Ostern hin gibt es eine Sensation in Basel-Land: Dort legen die Hühner seit dem 1. April rote Eier.

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01.04.2010, 14:53 (smr/sda)

Rauchverbot: «Wer stinkt, bleibt draussen»

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Rauchverbot: «Wer stinkt, bleibt draussen»

In einem Monat gilt in Zürich ein striktes Rauchverbot in Gastrobetrieben. Statt dem Qualm stören dann Körperdüfte. Gegen Stinker sollen Duftkontrollen, Deos und neue Lüftungen helfen.

Massnahme gegen üble Körpergerüche: Lendenlüftung unter der Bar.

Massnahme gegen üble Körpergerüche: Lendenlüftung unter der Bar.
Bild: Visualisierung zvg

Am 1. Mai darf im Kanton Zürich in Beizen, Clubs und an Konzerten nicht mehr geraucht werden - ausser es hat ein Fumoir. Raucher wie Nichtraucher rümpfen deswegen die Nase. Sie befürchten, dass nun nicht mehr der Qualm, sondern Schweiss und Darmgase den Ausgang empfindlich stören. «Kürzlich war ich in Bern, da roch es nach Mitternacht richtig übel in der Bar», sagt die 30-jährige Samantha Müller gegenüber Tagesanzeiger.ch.

Das Problem mit dem Geruch schreckte diverse Bar- und Clubbetreiber auf. Sie befürchten bereits massive Umsatzeinbussen durch das Rauchverbot. «Wenn es dann nicht mehr nach Zigaretten, sondern Körpergerüchen riecht, kommen noch weniger Gäste in die Klubs», sagt ein Gastrounternehmer gegenüber Tagesanzeiger.ch. Namentlich genannt werden will er nicht, schliesslich wolle er keinem Gast das Gefühl geben, ein «Stinker» zu sein.

Wer schlecht riecht, wird weggewiesen

Trotzdem will der Klubbetreiber nicht warten, bis der Gestank seine Gäste vertreibt: «Wir werden niemanden reinlassen, der stinkt.» Wer bei der Kontrolle am Eingang als ungepflegt auffällt, wird weggewiesen. Mit dieser Praxis steht der Betreiber von fünf Clubs und Bars nicht alleine da. Auf Anfrage bestätigten drei weitere Gastrounternehmer, dass «schlecht riechende Gäste nicht an den Türstehern vorbeikommen werden.»

Zwei Klubbetreiber gehen noch weiter: Sie werden mit Pflegemittelherstellern zusammenarbeiten, damit sie an der Bar Gratis-Deomuster anbieten können. «Damit haben unsere Partner einen optimalen Werbeauftritt und die Gäste riechen fein», so die einhellige Meinung.

Lüftung auf Lendenhöhe

Dusche und Deo nützen jedoch nichts, wenn Bier und Snacks zu Blähungen führen. Die Darmwinde können das Nachtleben massiv stören, wie ein Barbetreiber nach einem Besuch in Arosa feststellen musste. «Regelmässig musste irgendjemand furzen und vertrieb damit die Leute von der Tanzfläche», sagt der langjährige Gastromann.

Das will er nicht hinnehmen und hat deshalb - wie er selber sagt - «ein schweizweites Pionierprojekt» in Auftrag gegeben: Eine Lüftung auf Lendenhöhe. «Damit werden schlechte Düfte diskret entsorgt, ohne dass es peinlich wird. Man kann einfach an der Bar stehen oder sitzen bleiben», sagt der Beizer. Der Aufwand für die zusätzliche Installation beträgt zwar einige Zehntausend Franken. «Doch das Geld ist es mir wert, schliesslich ist ein feiner Duft sehr wichtig für eine gute Stimmung im Lokal.» Wo die Lüftung hinkommt, soll vorerst geheim bleiben. «Wir wollen zuerst die Reaktionen der Leute abwarten.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnetz)

Erstellt: 01.04.2010, 08:30 Uhr

72 KOMMENTARE


Sensation: WM 2010 doch in Deutschland!

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Sensation: WM 2010 doch in Deutschland!

Foto: DDP/AFP
Foto: DDP/AFP
Damit hätte wohl keiner gerechnet: Die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 findet in Deutschland statt! Der Ticketverkauf in Südafrika, wo das Turnier vom 11. Juni bis zum 11. Juli ursprünglich hätte stattfinden sollen, ging zu schleppend voran.

FIFA-Präsident Joseph Blatter verkündete daher heute in Zürich: "Die Gefahr, dass WM-Spiele vor einer Geisterkulisse stattfinden, ist einfach zu groß." Nach Angaben von Blatter liefen die Verhandlungen mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) hinter den Kulissen schon seit Monaten. "Glücklicherweise haben wir in Deutschland bereits die vorhandenen Strukturen, um dort kurzfristig ein Turnier von dieser Größenordnung austragen zu können", so der FIFA-Boss.


Auch Bundestrainer Joachim Löw ist mit der Entscheidung der FIFA zufrieden. Gegenüber Journalisten scherzte der DFB-Coach: "Ich habe mich zwar sehr auf Südafrika gefreut und sogar bereits eine Safari-Tour mit Oli Bierhoff gebucht, aber das lässt sich ja nachholen. Wichtig ist jetzt, dass wir bei dem Turnier den enormen Heimvorteil nutzen können." Deutschlands Fußball-Lichtgestalt Franz Beckenbauer konnte sein Glück kaum fassen. Und ließ sich zu der Äußerung hinreißen: "Ja ist denn heut schon Weihnachten?". Dieses Mal müssten die DFB-Jungs ihre Chance auf den WM-Titel im eigenen Land aber unbedingt nutzen: "Es muss einfach klappen", so der Kaiser.


Südafrika-Tickets in Deutschland gültig

Rund 700.000 Karten für das Turnier in Südafrika konnten nicht abgesetzt werden. Für die Einheimischen waren die Eintrittspreise kaum erschwinglich und Fußball-Fans aus Europa mussten mit Reisekosten von mindestens 2.500 Euro rechnen. Tickets, die bereits gekauft wurden, sind nun auch in Deutschland gültig. Die Kosten für bereits bezahlte Flüge werden erstattet.


DFB-Präsident Theo Zwanziger sprach in einer ersten Reaktion von "einer großen Ehre für Deutschland". Da die Zeit dränge, werden in den 12 Stadien, die bereits während der WM 2006 als Austragungsorte dienten, auch dieses Jahr die Spiele stattfinden, verkündete Zwanziger.


Damit teilen sich München, Nürnberg, Stuttgart, Kaiserslautern, Frankfurt, Köln, Dortmund, Gelsenkirchen, Leipzig, Hannover, Hamburg und Berlin die Spiele. Der genaue Spielplan wird bereits in zwei Tagen veröffentlicht, das Turnier soll aber weiterhin zwischen dem 11. Juni und dem 11. Juli stattfinden. Der Ticket-Vorverkauf beginnt am 15. April.


Entsetzen in Südafrika

In Südafrika herrscht nach der Entscheidung der FIFA Unverständnis und Entsetzen. Bis zuletzt hatte das Land große wirtschaftliche Hoffnungen in die Austragung der WM gesetzt. Daher hat die FIFA entschieden, Kompensationszahlungen zu leisten und das Land an den Gewinnen in Deutschland zu beteiligen.


Deutschland hat damit die Möglichkeit, das Sommermärchen von 2006 zu wiederholen. Nicht nur organisatorisch war die WM vor vier Jahren in Deutschland laut Blatter die beste der Geschichte, vor allem durch das ebenso begeisterungsfähige wie gastfreundliche Publikum konnte sich Deutschland als ein würdiger Gastgeber des Turniers darstellen. Durch die vielen Fanfeste und Public-Viewing-Bereiche entstand das Gefühl eines vierwöchigen Volksfestes, an dem ein Großteil der Bevölkerung aktiv teilnahm.


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(hub/AIR)

Jobs übernimmt von Zuckerberg 24,1 Prozent der

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Apple steigt bei Facebook ein

Jobs übernimmt von Zuckerberg 24,1 Prozent der Anteile

Bindet Zuckerberg an Apple: Steve Jobs (Foto: Montage)

Der internetworld.de-Aprilscherz 2010: Apple hat 24,5 Prozent der Anteile an Facebook gekauft. Im Gegenzug steigt Mark Zuckerberg bei dem Hardwarehersteller als Social Media Director ein und erhält ein Aktienpaket in unbekannter Höhe.

Zuckerberg bleibt CEO des Netzwerks, gibt jedoch das Tagesgeschäft an seine Schwester Randi Zuckerberg ab, die bisher fürs Marketing verantwortlich ist. Das teilten die beiden Unternehmen gestern Abend in Cupertino mit. Über die weiteren Details wurde Stillschweigen vereinbart.

"Facebook verbindet User untereinander und mit Anwendungen auf eine intuitive Weise, wie das bisher nur Apple Produkten gelang", sagte Jobs. "Deswegen ist es nur ein logischer Schritt, die beiden Unternehmen zu verknüpfen." Facebook-Gründer und CEO Mark Zuckerberg, betonte, es sei ihm eine Ehre, direkt mit Jobs zusammenzuarbeiten und Apple näher an die junge Käuferschaft heranzuführen. Dem 25-Jährigen war Valleywag zufolge schon lange nachgesagt worden, er wolle "der Steve Jobs seiner Generation" sein.

Microsoft-CEO Steve Ballmer kündigte sofort nach der Bekanntgabe des Deals an, er wolle den Anteil abgeben, sein Unternehmen vor drei Jahren für 240 Millionen US-Dollar gekauft hatte. Microsofts Suchmaschine bing soll jedoch in dem sozialen Netzwerk eingebunden bleiben. Ob Ballmer seine persönliche Facebook-Seite behält, auf der er 3.300 Fans hat, gab er nicht bekannt.

Im Nachhinein hat es genügend Anzeichen für diesen Deal gegeben: Der App Store ist seit gestern auf Facebook vertreten. Noch bedeutender: Facebook hatte die Vermarktung seiner Displaywerbung selbst übernommen, nachdem diese zuvor Microsoft Advertising verantwortet hatte. Dorothee Ritz, hatte diesen Schritt im internetworld.de-Interview heruntergespielt: "Dass ein Unternehmen diesen Bereich selbst betreut, wenn es eine bestimmte Größe erreicht hat, finde ich ganz normal."

Zudem hatten Apple und Google, erst vor kurzem ihre Aufsichtsräte entflochten - Eric Schmidt, CEO von Google hat im Herbst 2009 seinen Posten im Aufsichtsrat von Apple aufgegeben, um einem heranwachsenden Interessenkonflikt aus dem Weg zu gehen, Weihnachten überholte das soziale Netzwerk erstmals Google als am häufigsten genutzte Website.

Am Samstag startet Apple in den USA den Verkauf des iPads. Von Anfang an mit dabei: Anwendungen für die Welt-Gruppe aus dem Axel Springer Verlag.

internetworld.de hat ebenfalls eine eigene Facebook-Seite. Jetzt Fan werden!

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Der App Store hat jetzt eine Dependance auf Facebook: Dort können Nutzer Anwendungen suchen und mit anderen teilen. Für den Kauf werden die User allerdings zu iTunes weitergeleitet. mehr




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Kommentare

Lars Heinemann am 02.04.2010

Facebook und Apple?

Schöner Scherz.

Neffi am 01.04.2010

Apple schluckt Facebook

Witzige Idee ;) Vielen Dank dafür. Und noch einen schönen 1. April.

Tom am 01.04.2010

April, April! :))

Sehr geil geschrieben!

Peter Fahr am 01.04.2010

Einstieg von Apple bei Facebook

Man schaue bitte mal auf den Kalender.
Welcher Tag ist heute??
;-)

Benjamin am 01.04.2010

:)

schön geschrieben ;)

chris am 01.04.2010

bin zuerst reingeflogen

aber mein kollege hat mich dann aufgeklärt dass heute der 01.april ist.

Checker am 01.04.2010

April April

Hier handelt es sich wohl um einen 1. April Scherz...

Jack Black am 01.04.2010

April April!

haha

Scherzkeks am 01.04.2010

Apri April

Heute sind doch alle News für die Tonne :)

markus am 01.04.2010

1. April

nice one ;-)

Peter am 01.04.2010

1. April

Wunderbar schockierend...

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ICANN schaltet Rootserver ab

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Ausland
Alle IP-Adressen besetzt: ICANN schaltet Rootserver ab
Alle IP-Adressen besetzt

ICANN schaltet Rootserver ab

Eine Frau ruft auf ihrem Computer einen Internetdienst auf (Foto: picture-alliance/ dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Nur noch wenigen Stunden im Internet, dann ist erstmal Schluss mit dem Surfen. ]
Seit mehr als zehn Jahren haben die Experten davor gewarnt, jetzt ist die Situation eingetroffen - und das noch schneller als ursprünglich erwartet: Die "Internet-Regierung" ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) hat bekannt gegeben, dass die letzte freie IP-Adresse vergeben worden ist. Eine solche benötigt jedes Gerät, das an das Internet angeschlossen ist - gleichgültig, ob es sich um einen Server, ein Smartphone oder einen IP-fähigen Fernseher handelt.

Insbesondere der Bedarf aus China habe in den letzten Monaten für einen massiven Anstieg von Registrierungen gesorgt, so ICANN-Präsident Paul Twomey. Dass die Adressen so schnell ausgehen werden, habe aber auch die ICANN-Experten überrascht. Appelle von Institutionen wie der Bundesnetzagentur, nicht benötigte IP-Adressen möglichst zurückzugeben, stießen zudem nur auf geringe Resonanz.

IPv4 und IPv6:

Nach dem ursprünglichen Internetprotokoll IPv4 bestehen alle Netzadressen aus vier durch Punkte getrennte Zahlen zwischen 0 und 255. So wären theoretisch 256 x 256 x 256 x 256 Adressen von 0.0.0.0 bis 255.255.255.255 verfügbar, das sind 4.294.967.296 individuelle Adressen. Da diese jedoch in Blöcken von verschiedenen Größen vergeben werden und einige Bereiche für bestimmte Zwecke reserviert sind, sind es faktisch deutlich weniger - zu wenig für die aktuelle Größe des Internets.

Bei der Weiterentwicklung IPv6 sind theoretisch 2 hoch 128, also rund 340.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000 verschiedene Adressen möglich - das sind mehr, als es Sandkörner auf der Erde gibt. Server, Router und Endgeräte müssen jedoch entsprechend programmiert sein, so dass sie mit dem IPv6-Protokoll umgehen können.
 

Drastische Maßnahmen notwendig

Schon lange gibt es mit dem Internet Protocol Version 6 (IPv6) eine Technik, die die Zahl der möglichen Adressen vervielfacht. Die konsequente Implementierung scheiterte jedoch immer wieder an Kompetenzstreitigkeiten und Kostenproblemen. "Regierungen wie Hard- und Softwarehersteller haben unsere Bemühungen um einen fließenden Übergang immer wieder sabotiert. Jetzt müssen sie die Konsequenzen ziehen", so Twomey. Ähnlich sieht es auch Computerexperte Jörg Schieb im tagesschau.de-Interview: "Zu viele haben gedacht: Was geht mich das an? Ein fataler Fehler, wie sich jetzt herausstellt."

Ein Tag ohne Netz

Videotext-Arbeitsplatz (Foto: Wulf Rohwedder) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Auch in der Internet-losen Zeit informiert der tagesschau-Videotext im Ersten über alle wichtigen Ereignisse. ]
Die Folgen werden jetzt die Internet-Nutzer ausbaden müssen: Morgen um Mitternacht US-Westküstenzeit (9:00 Uhr MESZ) schaltet ICANN die Rootserver des Internets ab, um sie auf das IPv6-Protokoll umzustellen. Für voraussichtlich 24 Stunden werden deshalb weltweit keine Internetdienste mehr nutzbar sein. Man wolle den durch die Osterfeiertage bedingten Rückgang des Datenverkehrs für die Arbeiten nutzen, sagte Twomey. Danach werden alle IP-Adressen neu verteilt und Rechner, die bereits mit dem IPv6-Protokoll ausgestattet sind, wieder erreichbar sein.

In neueren Betriebssystem wie Windows Vista und 7 sowie dem Macintosh OS 10.6.2 ist IPv6 bereits implementiert. Nutzer älterer Systeme wie Windows XP werden dann jedoch offline bleiben.

Nachrichtenversorgung gewährleistet

Fernschreiber (Foto: picture-alliance/ ZB) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Für die netzunabhängige Nachrichtenversorgung bei ARD-aktuell werden eigens die Fernschreiber reaktiviert. ]
Tagesschau.de sieht sich für die Zeit der Umstellung gut gerüstet. "Wir bauen für die Zeit unseren Videotext-Nachrichtendienst aus, um auch weiterhin umfassend informieren zu können", sagt Redaktionsleiter Jörg Sadrozinski. "Zum Glück haben wir die alten Fernschreiber behalten, so dass wir auch ohne Internet nicht vom Nachrichtenstrom abgeschnitten sind." Zudem werde es jede halbe Stunde eine Tagesschau-Ausgabe im Fernsehen geben.

Man werde die internetfreie Zeit nutzen, um die redaktionseigene Hard- und Software auf den neuesten Stand zu bringen, so Sadrozinski weiter. Sollte der Ausfall des Internets länger andauern, werde man zudem einen Fax-Abrufdienst für Nachrichten starten. Außerdem können in der Zeit die unbeschäftigten Online-Redakteure von tagesschau.de über eine Hotline zu aktuellen Themen befragt werden. Nutzer des T-Online-Dienstes der Deutschen Telekom können zudem eine Textversion der tagesschau.de-Seite beziehen - vorausgesetzt, sie haben noch die Software des T-Online-Vorläuferdienstes Bildschirmtext (Btx) installiert.

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Stand: 01.04.2010 14:41 Uhr

EU-Innenminister starten Social Network

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Social Networks

EU-Innenminister starten Social Network

ENTERTAINMENT
01.04.2010| 06:00

Die Innenminister der Europäischen Union wollen ein eigenes Social Network nach dem Vorbild von Facebook und MySpace starten. Der Zulauf auf die Testversion des Systems ist enorm, die Betreiber zeigen sich von der Offenheit der User begeistert.

"Wir wollen eine sichere europäische Alternative zu US-Produkten wie Facebook oder MySpace bieten", sagt der französische geheime Staatssekretär Philippe de Vichy anlässlich einer Pressekonferenz am Donnerstag in Brüssel. Das System soll, der Tradition fortschrittlicher französischer Internet-Initiativen wie HADOPI und LOPPSI folgend, unter der knappen Bezeichnung Futur Logiciel Autonome Utilitaire et Social pour la Connection des Humanoides International (FLAUSCHI) laufen. Wer sich dort anmeldet, wird automatisch FLAUSCHI-Friend.

"Wir haben schon 20 Millionen begeisterte Testuser, die sich an unseren Registrierungsstellen mit ihren Fingerabdrücken und DNA-Profilen angemeldet haben", so De Vichy. "Das geht problemlos an jeder Polizeidienststelle. Danach können sie an unseren beliebten Social Games wie 'Erbkrankheit' oder 'Du bist Sherlock' mitspielen." "Erbkrankheit" ist in der Tat lustiger, als der Titel vermuten lässt. Das vom französischen Multikonzern Morituri-Universel programmierte Game hat vollen Zugriff auf die DNA-Datenbank und zeigt den Spielern nicht nur an, mit welchen ihrer Freunde und Kinder sie tatsächlich blutsverwandt sind, sondern es bietet auch fette Boni für User, die an Sonderspielen teilnehmen.

Bert, der Biometrie-Bär und Kuno, das kybernetische Karnickel
Gemeinsam für FLAUSCHI: Bert, der Biometrie-Bär und Kuno, das kybernetische Kaninchen - mit langen Ohren stets auf der Hut!

Kleine Spielchen

So bekommen FLAUSCHI-Friends, die in kleinen Geschicklichkeitsgames am schnellsten ihre Profile in die externe DNA-Datenbank der privaten Krankenversicherer hochladen, ein Speichelchecker-Set gratis. "Damit können sie gleich ihre Nachbarn abchecken und mitspielen lassen", sagt Herbert Malthus von der E-Health-Beratungsfirma Triage.inc. "Dank des Spiels konnten wir schon einigen Versicherten kleine Prämienüberraschungen zukommen lassen." Um auch die Kleinsten zum Mitspielen zu ermutigen, kommt Bert, der bewährte Biometrie-Bär, wieder zum Einsatz. Das beliebte Maskottchen der Biometriepass-Initiative für Kleinkinder bekommt aber Verstärkung von Kuno, dem kybernetischen Kaninchen. "Kaninchen sind soziale Tiere", erkärt EU-Maskottchenbeauftragte Avril Primero. "Und sie machen immer lange Löffel, damit sie wissen, was abgeht."

Die Fähigkeiten zur Verarbeitung von Fingerabdruck- und DNA-Daten hat FLAUSCHI von seiner Vorgängerplattform, dem Schengen-Informationssystem SIS II, geerbt. "SIS II kam lange nicht in die Gänge", gibt De Vichys Partner zu, der deutsche Staatssicherheitssekretär ohne Portefeuille, Rainer Marcus Wolff. "Dann noch der Flop mit der Vorratsdatenspeicherung. Es gab auch überall diese Bürgerrechtler, die sich wegen der totalen Überwachung aufregen und so weiter, die Leute haben sich einfach geziert und unzusammenhängend von Phantomen wie 'Big Brother' oder 'Grundgesetz' gefaselt. Seit es FLAUSCHI gibt, laden sie die intimsten Daten ganz von selbst hoch. Wann sie essen, wann sie verdauen, wann sie wo mit wem schlafen und wie. Diese offene Gesellschaft ist einfach großartig! Jeder ist sein eigener Inoffizieller Mitarbeiter! Wir erleben den Einstieg in die Open-Source-Gesellschaft!"

Logo von FLAUSCHI
Für abgerundete Menschen: Das Logo von FLAUSCHI

Data-Retention

Die Speicherfrist für Kommunikationsverbindungs- und Handystandortdaten - denn auch die werden in FLAUSCHI automatisch erfasst und eingetragen, damit die User immer wissen, wo ihre Friends gerade sind - beträgt 500 Millionen Jahre. "Wir haben die Frist freiwillig auf die wissenschaftlich prognostizierte Restdauer des Lebens auf der Erde begrenzt", so FLAUSCHI-Datenschutzbeauftragter Peter Metzger. "Danach werden sie im Rahmen des 'Voyager'-Programms auf ihrem Speichersatelliten aus dem Erdorbit geschossen, auf dass sie extraterrestrischen Fahndern noch in alle Ewigkeit ihre Arbeit erleichtern mögen. Excelsior!"

Die europäischen Strafverfolger haben natürlich ein Auge darauf, was auf FLAUSCHI passiert. "Letzte Woche haben wir eine Zelle der niederrheinischen Terrorgruppe 'Karl Kaida' auffliegen lassen", weiß Wolff zu berichten. "Die Jungs haben sich in der von unseren Informanten gegründeten Game-Gruppe 'Mullahville' getroffen und dort Rezepte für Kräutertee und Düngemittelbomben ausgetauscht. Als sie dann im Forum darüber schrieben, dass sie am Halal-Buffet 'mal wieder so richtig zuschlagen' wollten, waren unsere Kollegen gleich zur Stelle."

Pech mit HADOPI

Sorgen bereiten den FLAUSCHI-Teams in den Innenministerien dagegen die Netzsperrpläne, die von zahlreichen europäischen Regierungen nach dem Vorbild der chinesischen "Great Firewall" verfolgt werden. "Wir hatten bereits das Beziehungsnetzwerk einer Gruppe analysiert, die den Eiffelturm sprengen wollte, sogar ihren Krypto-Schlüssel hatten wir geknackt", lamentiert De Vichy. "Bis einer dieser Typen auf die Idee kam, einen illegalen Britney-Spears-Song runterzuladen und die HADOPI seine ganze Stadt vom Netz abgeknipst hat!" Der Architekturwettbewerb für den Krater auf dem Champ de Mars wird übrigens auch auf FLAUSCHI ausgetragen.

Zumindest in Frankreich könnten sich diese Probleme aber bald wieder erledigt haben, wie man in eingeweihten diplomatischen Kreisen der französischen Hauptstadt mauschelt. Die mutmaßliche Ehekrise im Haus von Präsident Nicolas Sarkozy führte offenbar dazu, dass dieser seine Einstellung gegenüber der Musikindustrie radikal geändert hat. So seien in einer Pariser Großdruckerei bereits Plakate mit dem neuen Logo und dem geänderten Namen seiner Partei aufgetaucht - die UMP soll fortan UMPnP heißen. Angeblich ist zum 1. April auch die Abspaltung einer radikaleren Gruppe unter dem Namen Rassemblement des Pirates Republicains (RPR) geplant. Filesharing soll in Frankreich zur heiligen Pflicht werden, berichten Insider. Beamte, die nicht mindestens zehn Alben und fünf Hollywood-Filme im Monat aus P2P-Netzen ziehen, sollen nicht mehr befördert werden und auch keine FLAUSCHI-Bonuspunkte mehr bekommen.

Im nächsten Schritt soll FLAUSCHI auf die USA ausgeweitet werden und den Hauptkonkurrenten Facebook sanft, aber bestimmt umarmen. "Das sollte aber kein Problem sein", gibt sich De Vichy siegessicher. "Wir wissen, wo Herrn Zuckerbergs Villa steht."

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(futurezone/Günter Hack)

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