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#Journalist 2.0 (Kultur, Medien, NZZ Online)

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16. August 2011, Neue Zürcher Zeitung

Auch die NZZ ist in den Social Media präsent. (Bild: NZZ)Zoom

Auch die NZZ ist in den Social Media präsent. (Bild: NZZ)

Stephan Weichert

Der Journalismus befindet sich seit geraumer Zeit in einer betörenden Begriffswolke aus Neologismen: Web2.0, Social Media, Crowdsourcing, Open Source oder User Generated Content sind nur einige der Schlagworte, die den Beruf und seine Kernbestimmung zu vernebeln drohen. Einst zu Kennziffern eines zeitgemässen Neo-Journalismus erhoben, taugen die Worte inzwischen nur noch als abgewetzte Marketingfloskeln.

Bemerkenswert dabei ist, dass die umtriebigen Souffleure dieses Zeitgeists zu Gurus der postpubertären Internet-Ära hochgejubelt werden, weil sie der Kontroverse um das Pflichterbe des professionellen Journalismus einen geheimnisumwitterten Glamour verleihen. Sie werden gern konsultiert, hofiert, angehimmelt.

So erklärt etwa der Vorzeige-Blogger Jeff Jarvis: «Journalisten dachten allzu oft, sie seien wie Hohepriester und stünden über allem und jedem.» Sie müssten sich vielmehr wie ein Teil unserer Gesellschaft benehmen, sonst würden sie sich entfremden.

Chris Anderson, Chefredaktor des Magazins «Wired», drückt es wohl am radikalsten aus: «Ich denke gar nicht mehr in solchen Kategorien wie Journalismus», sagt er im Gespräch. «Heutzutage hat eine überwältigende Mehrheit all jener Nutzer, die schreiben, Videos und Hörstücke produzieren – also alle denkbaren Arten von Inhalten produzieren, die vorher den traditionellen Medien vorbehalten waren –, nichts mehr mit berufsmässigem Journalismus zu schaffen.» Gerade diese Abertausende stünden nun «direkt mit qualifizierten Journalisten im Wettbewerb», mit denen sie täglich um die Aufmerksamkeit und das Zeitbudget ihrer Mitmenschen konkurrierten.

Es ist auffällig, dass viele Journalisten auf solche vollmundigen Diagnosen gereizt oder sogar verärgert reagieren. Im Klub der Vordenker und Utopisten gibt es allerdings noch freimütigere Stimmen, die gar meinen, dass der berufsmässig betriebene Journalismus bald überflüssig werden könnte – wenn er sich nicht endlich zur Anpassung an die digitalen Medienumgebungen entscheidet.

Ansichten wie etwa die des Blogger-Stars Jay Rosen oder des Web-2.0-Kritikers Andrew Keen lassen jedenfalls keinerlei Zweifel daran, dass mit den seit Jahren durch die Branche irrlichternden Worthülsen wie «multimedial» oder «interaktiv» kein Blumentopf mehr, geschweige denn eine Medienrevolution zu gewinnen ist. Wer die journalistische Zukunft im Netz wirklich heraufbeschwören will, muss bereit sein, den Beruf gleich neu zu erfinden.

Gewiss, die wagemutige Expedition in die digitalen Kommunikationsnischen steht noch ganz am Anfang, und das klassische Rollenbild der Redaktoren und Reporter beginnt sich erst allmählich zu verändern. Die Möglichkeit, gezielt, mobil und zeitlich unabhängig nach Informationen zu suchen, ist nur ein erster Vorgeschmack auf das, was noch kommen wird – wenn die Journalisten es denn zulassen würden. Allein, momentan fehlt es noch an passenden Angeboten, die auf die veränderten Nutzungsgewohnheiten und Wahrnehmungsmuster weiter Bevölkerungskreise reagieren.

Anderseits gibt es erste Modellversuche, die wirtschaftlich gesehen funktionieren: Sogenannte Content-Farmen wie Demand Media liegen mit einem Gewinn von einer Million Dollar im letzten Quartal (bei einem Umsatz von 73,5 Millionen Dollar) weit über den Erwartungen von Branchenkennern. Allerdings mit einem ebenso simplen wie ausbeuterischen Geschäftsmodell: Freie Mitarbeiter produzieren Texte, Videos und Fotos, die durch Ausrichtung auf die Mechanismen der Suchmaschinen möglichst viele Klicks erwarten lassen – und dem Anbieter über gezielte Online-Werbung entsprechende Einnahmen bescheren.

Wenn journalistische Angebote nun jedoch auf der schlichten Idee basieren, Nachrichten nur noch auf Werbe-Nachfrage hin zu generieren, werden Journalisten dann nicht zu Instrumenten der PR-Maschinerie? Die suchmaschinengesteuerte Informationsverdünnung beeinträchtigt nicht nur das journalistische Berufsethos. Sie gleicht auch einer Kapitulation des publizistischen Aufklärungsideals vor der Kommerzialisierung.

Grosse Hoffnungen für den professionellen «Qualitätsjournalismus», wie er gern genannt wird, ruhen zurzeit auf Social-Media-Anwendungen, die zum einen den Prozesscharakter von Informationen akzentuieren. Zum anderen erzeugen auch sie, im Ganzen gesehen, eine Art Para-Journalismus, der sich am Aufkommen der neuen sozialen Bewegungen im Netz mit ihren interaktiven und sozialen Elementen orientiert. Offenkundig, das haben zuletzt die Wikileaks-Aktivitäten eindrucksvoll gelehrt, braucht solcherlei Gemeinschaftspublizistik von Amateuren und Professionellen andere handwerkliche Konzepte und moralische Kodizes – und auch Diskurse, wie unsere Gesellschaft künftig damit umzugehen hat.

Julian Assange ist natürlich kein Journalist im klassischen Sinn. In seiner verkappten Robin-Hood-Manier ist er wohl eher ein politischer Aktivist, der Journalisten mit Informationen ver-sorgt (hat), die ihm Analyse, Einordnung und Kommentierung willfährig und teilweise eher unkritisch abnehmen. Dennoch verkörpert er ein modernes Heldenbild innerhalb des Mediensystems, das schon lange als verloren galt: ein Widerständler gegen «die da oben», ein nachgerade idealtypischer Aufdecker dunkler Machenschaften.

Auch in deutschsprachigen Medien etabliert sich ein solcher Typus: tollkühne und meist experimentierfreudige Blog-Pioniere, die Aufklärung um einer bestimmten Sache willen betreiben, meist ungeachtet persönlicher oder kommerzieller Interessen. Sie heissen Markus Beckedahl (netzpolitik.org) oder Matthias Spielkamp (irights.info), Jürg Vollmer (maiak.info) oder Stefan Niggemeier (stefan-niggemeier.de). Sie zaudern nicht, sie realisieren einfach den digitalen Journalismus, der in ihren Augen zeitgemäss ist. Und sie fassen ihren Job nach dem Motto auf, das «Zeit Online»-Chef Wolfgang Blau neulich über Twitter ausrief: «I know its unfair, but I am feeling sick of online manifestos and 2020-predictions. How about working, experimenting, testing, practicing?» Blau will also lieber arbeiten, experimentieren und ausprobieren, als Manifeste schreiben und über die Zukunft mutmassen. Klar, warum eigentlich nicht!

Bei aller Euphorie muss allerdings eine Zwischenbilanz gestattet sein: Was hat die «Social-Media-Revolution» dem Journalismus bisher wirklich gebracht – ausser zusätzliche Vernetzung, massive Eigenwerbung und die «Veredelung» journalistischer Beiträge durch Gefällt-mir-Knöpfe und Re-Tweets? War das, wenn es irgendwann vielleicht vorbei sein sollte, nicht ein Medien-Hype, ohne den richtigen Kick, der uns handwerklich und intellektuell weitergebracht hätte?

Neue Studien belegen zumindest, dass soziale Medien bisher überschätzt wurden. Mehr als interessante Hinweise, Links oder Seitenblicke können Twitter, Facebook Co. – schon aufgrund der Kürze des jeweiligen Eingabeformats – häufig nicht leisten. Ohnehin beziehen sich Nutzer, wenn sie über soziale Medien kommunizieren, auf die vorhandenen Quellen aus dem klassischen Journalismus. Eigene Geschichten, originäre Recherchen? Praktisch Fehlanzeige!

Ist also der gern gepredigte «Prozessjournalismus», der die Presse in ein vermeintliches goldenes Zeitalter geleiten soll, bloss eine Schimäre? Geht es für die meisten Journalisten im Netz wirklich um etwas anderes als den Wunsch nach digitaler Prominenz oder Selbstbespiegelung? Und ist die Rede vom «Prosumenten», diesem medialen Zwitterwesen zwischen Produzent und Konsument, vielleicht doch nur heisse Luft? Die Tatsache, dass die Möglichkeit für viele Nutzer seit längerem besteht, sich journalistisch zu betätigen, ist gar nicht in Zweifel zu ziehen. Fraglich bleibt allerdings, ob und wie diese Möglichkeit genutzt wird.

In den meisten deutschen Redaktionen hat der Big Bang gar nicht stattgefunden – weder bei den Prestige-Blättern noch bei der Regionalpresse. Die Stimmung ist vielerorts zu kommod, als dass in absehbarer Zeit ein tiefgreifender Sinneswandel zu erwarten wäre.

Allerdings ist seit den Wikileaks-Enthüllungen oder den denkwürdigen arabischen Revolutionen bei vielen Journalisten die Bereitschaft gewachsen, ihren Beruf eben nicht mehr als reine Einbahnstrasse zu verstehen. Dass der Weckruf der Wiki-Plattformen langsam erhört wird, hat – wenn auch nur in einer Nussschale – der Fall zu Guttenberg gezeigt. Hier wurde deutlich, wie kreativ und zugleich ergiebig die graduelle Verschiebung vom Festungs- hin zum Netzwerkjournalismus sein kann: Indem sich Hunderte an der Dokumentation der plagiierten Textpassagen beteiligten, sorgten sie in Rekordzeit für ein hohes Mass an Transparenz. Sicher ist jedoch, dass der Bezugspunkt für guten Online-Journalismus nicht nur in einer Link-Kultur und in Fehlerkorrekturen zu suchen ist.

Qualitätssicherung im digitalen Informationsuniversum heisst nämlich auch, das Datenchaos zu bändigen: «Kuratieren» nennt das etwa die Medienjournalistin und Bloggerin Ulrike Langer, wenn Journalisten als Sachwalter der Web-2.0-Öffentlichkeit die weit verstreuten Informationen bündeln, einordnen, prüfen und für ein breiteres Publikum aufbereiten. Social-Media-Quellen können also eine entscheidende Rolle im Informationsfluss spielen – wenn mit ihnen journalistisch sauber und nach allen Regeln der Handwerkskunst umgegangen wird.

Von vereinzelten Vorreitern guten Community-Reportings wie der Wochenzeitung «Freitag» einmal abgesehen, atmet das, was in Deutschland heute journalistisch umgesetzt wird, noch zu wenig den Geist eines New Digital Journalism, wie er zum Beispiel an der Aufbruchsstimmung bei einigen Internetangeboten in den USA erkennbar ist. Dort wurden anfangs eher belächelte Projekte wie «Pro Publica», «Politico», «California Watch», «Voice of San Diego», «Slate» und, ja, auch die inzwischen etablierte «Huffington Post» zu unschlagbaren Online-Zugpferden.

Um die hiesige Branche zu solcherlei Online-Experimenten zu animieren, sind die Einschläge aber offenbar nicht nahe genug. Vermutlich erst dann, wenn bei uns Zeitungen zu sterben beginnen, werden die Verlage eher bereit sein, die Zukunft des Journalismus wenigstens ein Stück weit in die Hände der Community zu legen. Sie würden gut daran tun, denn die sich langsam stabilisierenden Partizipationskanäle der Nutzer werden künftig immer mehr die Defizite des darbenden Pressewesens ausgleichen müssen, etwa in den Katastrophen- und Krisengebieten von Fukushima bis Kairo, wo man häufig auf die unmittelbare Zeugenschaft der Bevölkerung an Ort und Stelle angewiesen ist.

Ungeachtet solcher zivilgesellschaftlichen Prothesen wird Journalismus dabei immer Journalismus bleiben (müssen) – solange er kein Produkt unter vielen ist, dessen Wert sich alleine am Umsatz messen lassen muss. Denn gerade wegen ihrer schrumpfenden Ressourcen müssen sich Unternehmen, die Journalismus bisher verkaufen wollten, in acht nehmen und sich auch auf alternative Wege einlassen.

So ist denn auch zentral für «die Suche nach dem dritten Weg», wie ihn die Doyenne der Kommunikationswissenschaft, Marie Louise Kiefer, kürzlich im Fachorgan «MK» vorschlug, «die Trennung zwischen Journalismus und Medien»: Journalismus müsse als eigenständige Institution begriffen werden, glaubt Kiefer, die nur noch losgelöst von den wirtschaftlichen und strukturellen Zwängen der Medienorganisationen überleben könne. Der technische und gesellschaftliche Wandel untergrabe im Wesen deren «ohnehin ambivalentes Potenzial der Journalismusfinanzierung». Das Abenteuer, auf das sich unsere Gesellschaft mit einem anderweitig finanzierten Journalismus, etwa über Stiftungen, einlasse, erscheine auf Dauer weitaus ungefährlicher als die künstliche Beatmung eines Handwerks, das am Markt ohnehin nicht mehr bestehen könne.

Die hundertjährige Ära, in der professioneller Journalismus noch grosse Renditen einfahren konnte, mag endgültig zu Ende gehen. Doch das gesellschaftliche Versprechen, auf ein goldenes Zeitalter zuzusteuern, rechtfertigt den «dritten Weg» allemal.

Stephan Weichert ist Journalistikprofessor und Studiengangleiter an der privaten Macromedia-Hochschule für Medien und Kommunikation (MHMK) in Hamburg. Weichert ist Vorstandsmitglied von Netzwerk Recherche sowie Initiator und Mitbegründer des Vereins für Medien- und Journalismuskritik e. V., der seit Ende Juli die unabhängige, stiftungsfinanzierte Website «vocer.org» betreibt.


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Consulting > Schaubilder > HI-CHART-TEMplates '08

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HI-CHART-Templates '10

HI-CHART-Templates '08

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HI-CHART-Templates '08 sind unsere Schaubild-Templates der zweiten Generation 

Es folgen einige dieser Templates aus dem Jahr 2008. Sie wurden damals als "Premium-Versionen" für je EUR 100 verkauft: Ab sofort stehen sie allen InteressentInnen zum kostenlosen Download zur Verfügung. Diese Templates sind immer noch recht leistungsfähig im Vergleich mit den heute üblichen Excel-Diagrammen - aber unseren neuen HI-CHART-Templates 2010 (die dritte Generation) mit Abstand unterlegen...  

 

HI-CHART-Templates '10 - die aktuelle Generation

Hier stellen wir die neue Generation komplexer, vollständig mit Excel realisierter Master-Templates zur Erstellung anspruchsvoller Diagramme vor, die wir zunächst nur im Rahmen von Kundenprojekten anbieten. Anfragen hierzu bitte an software@hichert.com Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. .

 

HI-CHART-Templates '07 - die erste Generation

Frühere Versuche in Richtung automatische Erstellung komplexer Schaubilder mit Excel sind die bereits 2007 entwickelten Lösungsvorschläge.

 

 

 Template 01 Blasendiagramm

Hier die dazugehörenden Excel-Dateien:

Excel 97/2003

Excel 2007/10

Hier ein größeres Bild.

   

 Template 02 Blasendiagramm

Hier die dazugehörenden Excel-Dateien:

Excel 97/2003

Excel 2007/10

Hier ein größeres Bild.

   
 Template 03 Punktdiagramm
Hier als pdf-Datei
   
 Template 04 Punktdiagramm
Hier als pdf-Datei
   

 Template 07 Multi-Kreisdiagramm

Hier die dazugehörenden Excel-Dateien:

Excel 97/2003

Excel 2007/10

Hier ein größeres Bild.

   

Template 08 Multi-Balkendiagramm

Hier die dazugehörenden Excel-Dateien:

Excel 97/2003

Excel 2007/10

Hier ein größeres Bild.

   
Template 10 Multi-Liniendiagramm
Hier als pdf-Datei
 
   

 Template 13 Gestapelte Balken

Hier die dazugehörenden Excel-Dateien:

Excel 97/2003

Excel 2007/10

Hier ein größeres Bild.

   

Template 17 Balken mit Abweichungen

Hier die dazugehörenden Excel-Dateien:

Excel 97/2003

Excel 2007/10

Hier ein größeres Bild.

   

Template 18 Balken-Wasserfall

Hier die dazugehörenden Excel-Dateien:

Excel 97/2003

Excel 2007/10

Hier ein größeres Bild.

   

Template 21 ROI-Baum

Hier die dazugehörende Excel-Datei. Diese Version zeigt:
+automatische ACT- und PLAN-Notation

+Fixer Zeitraum: sieben Jahre

   

Template 25 Balken mit Abweichungen

Hier die dazugehörenden Excel-Dateien:

Excel 97/2003

Excel 2007/10

Hier ein größeres Bild.

   
Template 29 Säulen mit unterschiedlicher Breite
Hier als pdf-Datei
   

Template 32 Säulen für unterschiedliche Periodenarten

Hier die dazugehörenden Excel-Dateien:

Excel 97/2003

Excel 2007/10

Hier ein größeres Bild.

   
Template 43 Balken als Histogramm
Hier als pdf-Datei
   
Template 44 Säuldendiagramme: Monat und kumuliert
Hier als pdf-Datei
   

Template 45 Säulenwasserfall

Hier die dazugehörende Excel-Datei:

Excel 97/2003

Hier ein größeres Bild.

 

 

   

Template 48 Balkendiagramme als Histogramm

Hier die dazugehörenden Excel-Dateien:

Excel 97/2003

Excel 2007/10

Hier ein größeres Bild.

 

   
   
 

How Big Is Your Wasta? The Currency Of Entrepreneurship : The Next Women

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How Big Is Your Wasta? The Currency Of Entrepreneurship : The Next Women

This is a guest post by writer and entrepreneur Robyn Scott, born in England and raised in New Zealand and Botswana, founder of OneLeap and Mothers for All, with an MPhil in Bioscience Enterprise at the University of Cambridge.

“To quote George W Bush, “The French don’t even have a word for ‘entrepreneur.’”

robynscottSo tweeted an American friend, replying to my 4 am Twitter grumble about the exodus of taxis from Paris, which had stranded hundreds of revelers at Le Web, Europe’s largest internet conference. She wasn’t the first that evening to reprise this delightful remark. But a few days later – this time inadvertently – the same friend offered an illuminating perspective on a problem, not of the French, but of the 2,500 strong conference and the tech world more broadly.

An Arab American, she was describing a business deal in the Middle East and mentioned the need to find someone with enough “wasta” to pull it off. “Wasta is hard to translate” she explained. “Kind of a mixture of influence, clout, social status and networks. But it’s different. You accumulate and spend it. Like a currency. It’s also inherently a bit corrupt and nepotistic. Who-you-know rather than merit. You generally use wasta at someone else’s expense.”

The tech world doesn’t even have a word for wasta.

It should: the Arabic word pithily describes the lubricant of the cool web milieu – that night for a few hours rendered valueless by the confluence of ice and French taxi drivers’ absolute resistance to market forces. In the two hours it took me and a friend to trudge back home through the snow, we saw not a single free taxi. All had their lights off, heading home to avoid the (not very) slippery roads. The drivers were as unpersuaded to stop by two damsels in distress as they were by venture capitalists waving fistfuls of cash: willing to blow their annual seed fund (or to introduce you to any of my contacts) just to get back to the Huitième and avoid ruining their calf skin shoes. (This is not just a stereotype: I have it on good authority from a respected technology correspondent that you can always distinguish entrepreneurs from VCs by the latter’s expensive shoes.) That night, had one been able to hire a car, forget pitching for investment, it could have been raised in ransom style fares.

The next morning there was much grumbling about market failures – no doubt loudest amongst the cliques that, thanks to wasta, manifest the more interesting, and arguably innate, market failure at conferences like Le Web.

This is the failure of connections. At the utopian version of Le Web and its ilk once you’ve paid your thousands of euros – or begged, borrowed or bribed your way in – you can get access to fantastic people.

The reality is more complicated. Certainly almost all the valuable meetings I had were prearranged – many at dinners or gatherings that spring up around the conference, whose main utility becomes a loose geographic convener. A straw poll suggested this experience is the norm. If you’re really persistent and patient you can, of course, collar speakers. But the tactics involved are not conducive to a nice chat. Getting a word with Shai Agassi was like diving into a rugby scrum – of other fans, minders and press people, wielding large dangerous camera lenses.

To the credit of Le Web’s organisers, a tool called Presdo Match was introduced to help solve the problem. You could “like” participants and send them a message to pre-arrange a meeting. But it was opt-in. And many of the most interesting people did not – correctly guessing that there’d be lots of entrepreneurs indiscriminately firing off generic messages (it cost nothing but time, so why not?) inviting you to “meet up for 15 minutes so I can tell you more about my startup”.

The problem was neatly summarised by one of the speakers. “The only place anything of interest happens at Le Web,” he told me, “is in the speakers’ room. That’s why I come.” Ergo, for the conference to be of value you have to be one of the speakers. Or know one or more of the speakers. And preferably you need them to owe you a favour or two.

You need to have wasta. Or – one and the same – know someone with wasta.

Which pretty much sums the ostensibly meritocratic tech world. Wasta is ubiquitous: helping to get advice, investment, partnership deals, speaking gigs, even media coverage. Conferences merely bring the dynamic into stark relief. To an extent, it is necessary, unavoidable and nothing new. You refer people you trust and like. And often these are the right people. It stands to reason, however, that its importance should not exceed a threshold. And perhaps precisely because the technology world’s creed is one of merit, few have thought to look out for wasta’s insidious rise.

The dynamism and sheer scale of Le Web saved it. But the consequences of wasta were more apparent the following week in London at the high end technology conference, Noah, whose homogeneity would have made Noah himself blush.

There were – notwithstanding the dark-suited conformity and the abundance of old boys’ backslapping and its Twitter equivalent – many fabulous speakers and participants. But this alone wasn’t enough. Not simply thanks to the humdrum programme, the day and conversations felt dull, often echoing one another.

One got the feeling that they had surrounded themselves with themselves a bit too much. And that they might, consequently, be missing out on the real action, happening somewhere they’d forgotten to look, at the hands of people who weren’t like them. The other sex, for a start. (A woman did not make a single appearance on stage and women were so few and far between you generally encountered one only in the ladies loos. Enough to make one long for a bit of old-fashioned tokenism.)

For all the diversity Noah, the conference, exhibited, Noah, the man, might have loaded on board the ark a couple of hundred pairs of male peacocks – without the redeeming colour. Which, segueing irresistibly into an evolutionary metaphor, doesn’t bode well for the priceless vigour and innovation brought by outsiders – and talked about endlessly and excitedly by the kings of wasta – to each other.

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Das sind die schönsten WM-Bars in Zürich

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Das sind die schönsten WM-Bars in Zürich

Von David Sarasin. Aktualisiert um 16:55 Uhr

Fussball-Weltmeisterschaft bedeutet für den Fan immer auch viel Zeit in Kneipen zu verbringen - oder vor Bildschirmen an der frischen Luft vor. Der «züritipp» hat für Sie schonmal eine Liste mit den aufregendsten Bars und Public Viewings der Stadt Zürich zusammengestellt.

Gemeinsam Spiele schauen macht am meisten Spass, hier während der Euro 08 am Oberen Letten.

Gemeinsam Spiele schauen macht am meisten Spass, hier während der Euro 08 am Oberen Letten.
Bild: Walter Bieri/Keystone


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