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Berlusconi Steps Down, and Italy Pulses With Change

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“This is the most dramatic moment of our recent history,” Ferruccio de Bortoli, the editor of the Milan daily newspaper Corriere della Sera, said earlier on national television.

 

The streets of Rome pulsed with a sense of historic change. Many cheered Mr. Berlusconi’s exit. Outside the Palazzo del Quirinale, the presidential palace, a choir and orchestra performed Handel’s “Hallelujah” chorus.

Comments (1)

Aengus Walton

Aengus Walton Nov 14, 2011

The last sentence there is absolutely amazing.

Grossbritannien schafft Rentenalter ab

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14. Januar 2011, Neue Zürcher Zeitung

Grossbritannien schafft Rentenalter ab

Umfassendes Massnahmenpaket gegen die Altersarmut

Die britische Regierung hat die Aufhebung des gesetzlichen Rentenalters beschlossen. Die Bürger können künftig frei entscheiden, wie lange sie arbeiten.

Peter Rásonyi, London

Briten können künftig selbst entscheiden, wann sie in Rente gehen. Das gesetzliche Rentenalter, das bisher beim Erreichen der Altersgrenze in der Regel automatisch zum Ausscheiden aus dem Betrieb führte, wird per Ende September ersatzlos abgeschafft. Ein wichtiges Ziel der Massnahme ist es, Personen mit zu schmaler Altersvorsorge – und davon gibt es viele in Grossbritannien – den Verbleib im Erwerbsleben zu erleichtern und damit einen Absturz in die Altersarmut zu verhindern.

Gleichzeitig könnte die Beseitigung der «Altersguillotine» auch ein Anreiz für gutverdienende, hochqualifizierte Menschen sein, länger im Erwerbsleben zu verbleiben, was in Zeiten des steigenden Durchschnittsalters dem strapazierten Sozialstaat zugutekäme. Der im Wirtschaftsministerium verantwortliche Minister Edward Davey betonte aber auch, dass man den Menschen die Freiheit gewähren wolle, so lange zu arbeiten, wie sie möchten.

Die Beseitigung des Rentenalters gehört zu einem Reformpaket, mit dem die Altersvorsorge den künftigen finanziellen Herausforderungen angepasst und die Bevölkerung zur besseren Vorsorge angehalten werden soll. Als weiteren Eckpfeiler veröffentlichte die konservativ-liberale Regierung am Donnerstag auch das Pensionsgesetz, das die schon unter Labour eingeleiteten Reformen fortführt. Dazu gehört die Erhöhung des Mindestalters für den Bezug der staatlichen Rente für Frauen (bisher 60 Jahre) und Männer (bisher 65) auf 66 Jahre ab dem Jahr 2020.

Ab 2012 werden alle Arbeitnehmer ab einem bestimmten Mindesteinkommen in eine Pensionskasse eintreten müssen, in die Arbeitgeber und Arbeitnehmer mindestens je 3 Prozent des Lohnes einbezahlen. Bisher bestand keine Pensionskassen-Pflicht, weshalb zwei Drittel der Arbeitnehmer im Privatsektor keiner Pensionskasse angehören. Millionen Briten können deshalb im Alter lediglich auf die magere staatliche Basisrente, die bei voller Beitragszeit derzeit knapp 100 Pfund pro Woche beträgt, sowie allfällige Ersparnisse zurückgreifen. Die Reformen werden laut dem Arbeitsministerium Millionen Briten erstmals eine angemessene Altersvorsorge ermöglichen.

Der führende Wirtschaftsverband CBI kritisierte die kurzfristige Abschaffung des Rentenalters scharf. Viele Unternehmen befürchten, dass sie ältere Mitarbeiter künftig nicht mehr einfach loswerden können. Sie warnen vor Klagen wegen Altersdiskriminierung oder unfairer Leistungsbeurteilungen.

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