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Meetings are a crucial part of all our lives, but too often they go nowhere and waste valuable time. In Six Thinking Hats, Edward de Bono shows how meetings can be transformed to produce quick, decisive results every time.The Six Hats method is a devastatingly simple technique based on the brains different modes of thinking. The intelligence, experience and information of everyone is harnessed to reach the right conclusions quickly.These principles fundamentally change the way you work and interact. They have been adopted by businesses and governments around the world to end conflict and confusion in favour of harmony and productivity.

No preview available - 2010 - 272 pages

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Die Politik des iPad

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Apples Macht

Die Politik des iPad

Von Frank Schirrmacher

Geschlossenes System: Nach der Präsentation durch Steve Jobs wird das iPad herumgereicht

Geschlossenes System: Nach der Präsentation durch Steve Jobs wird das iPad herumgereicht

01. Februar 2010 Schon während der geradezu buddhistischen Präsentation des neuen iPad füllte sich das Netz mit Protesten darüber, was Apples neuer Computer alles nicht kann. Buchstäblich bei jedem Fingertipp von Steve Jobs hielt eine neue Phalanx von Demonstranten virtuelle Transparente hoch: keine Tastatur, keine Kamera, keine Entwicklungswerkzeuge, keine sinnvollen Anschlussbuchsen, kein Multitasking! Steve Jobs, der Revolutionär des Computerzeitalters, gab seine Regierungserklärung ab, und plötzlich dämmerte es großen Teilen seiner Mitrevolutionäre, dass die Zukunft sie womöglich nicht mehr braucht. Ungefähr einen Tag später wurde klar, dass genau darin die revolutionäre Dynamik des neuen Geräts liegen könnte.

Computer sind die Matrix fast jeder privaten und staatlichen Kommunikation der Gegenwart. Wenn, wie Nicholas Carr zu Recht mutmaßt, der Hype um den iPad mehr von neuen Kommunikationsbedürfnissen als von neuer Technologie verrät, dann erlebt man hier das Äquivalent zu einer großen Verwaltungsreform. Was Steve Jobs vorführte, war keine neue Technologie. Es war eine Reform der Bürokratie, nämlich jener verwaltungstechnischen und bürokratischen Systeme, die in Wahrheit den Kern des digitalen Zeitalters ausmachen. Jeder Prozessor organisiert Daten, erteilt Befehle, setzt Prioritäten, jedes Netzwerk verrät irgendwo noch immer, dass es ursprünglich für die Befehlssteuerung im militärischen Bereich entwickelt wurde.

Du bist frei

Computeranwender der letzten zwanzig Jahre sind endemisch an der Verwaltungssteuerung ihrer Rechner verzweifelt (vor allem wenn sie von Microsoft stammt). Doch je stärker die Systeme vernetzt und die Daten nach oben getragen werden, von unserem einst isolierten Desktop zu anderen, direkt verbundenen Computern (in den späten achtziger Jahren), ins weltweite Netz (seit den neunziger Jahren) und schließlich in jedes mobile Handy (seit 2000), desto stärker wird die Bürokratie des Computers die Bürokratie der wirklichen Welt. Verwaltungsreform klingt langweilig, aber so wie in der wirklichen Welt gilt auch in der digitalen, dass hier der entscheidende Schnittpunkt zwischen Individuum und Institution, zwischen Mensch und Computer liegt.

Der iPad könnte eine Verwaltungsreform der digitalen Welt mit erheblichen Konsequenzen signalisieren: mit Auswirkungen nicht nur auf die Verkaufs- und Kommunikationsgewohnheiten im Netz, sondern auch auf dessen Ideologie und Metaphern, die unmittelbare Wirkung auf unser Verständnis von unserer Umwelt haben. Die vielen Informationen haben die Auskenner blind gemacht, schreibt die legendäre Blog-Cruftbox in einer Erklärung an das Internet: Ihr habt Euch im iPhone getäuscht. Ihr täuscht Euch hier. Es ist eine dritte Art des Computers.

Vergessen wir für einen Augenblick die überall diskutierte Frage, ob man sich das Gerät kaufen würde oder nicht. Vergessen wir Apples Aktienkurs. Vergessen wir alles außer dieser überdimensionierten Hand von Steve Jobs, die auf einem riesigen Bildschirm zu sehen ist, wie sie einen kleinen Bildschirm bedient. Neven Morgan hat in seinem Blog beschrieben, was er dort sah. Jobs demonstrierte das E-Mail-Programm, eine Inbox erscheint in der linken Spalte, und ich denke, hmmm, ich frage mich, ob man diesen Splitter vergrößern kann. Er ist nicht sehr groß, man kann ihn nicht leicht mit seinem Finger berühren. Und plötzlich merke ich: Man kann es nicht vergrößern. Und ein großes Leuchten erschien auf meinem befreiten Antlitz, und eine Stimme sprach mit Donnerworten: Du bist frei. Frei davon, sinnlos Präferenzen einzustellen und frei von quälenden Fingerübungen.

Die Fernbedienung der Welt

Das ist das Eine: Das Gerät reduziert offenbar Komplexität in erstaunlichem Umfang. Offenbar wollen Menschen nicht permanent Präferenzen setzen. Sie überlassen das heute bereits Firmen wie Google und immer häufiger den Algorithmen. Jetzt verkörpert die Hardware diese Philosophie. Multitasking ist Körperverletzung, lautet ein heftig umstrittener Satz. Apples Hardware verschont den Konsumenten, indem sie ihm gar keine Wahl zum Multitasken gibt. Allein das ist ein Bruch mit der klassischen Cyber-Anthropologie, in der der Mensch sich seine Welt bis in die Mikrostruktur zusammenstellt.

Der Preis dafür und das ist das Zweite könnte die Kultur digitaler Kommunikation völlig verändern. Warum hat der iPad keine Tastatur? Warum keine Entwicklertools? Warum setzt Jobs auf ein geschlossenes System? Es ist faszinierend zu sehen, wie Teile der digitalen Intelligenz auf diese Vorgaben reagieren. Es ist wie in der Geschichte, wo das Mädchen von den Stiefeltern ins sein Zimmer geführt wird und feststellt, dass es kein Licht gibt. Warum? Weil es, wenn es dunkel ist, schlafen soll.

Sollte der iPad evolutionär den Laptop ersetzen, heißt Apples Botschaft: Kommunikation ist minimalistisch, beschränkt sich auf Tweets und E-Mails, aber zielt nicht mehr auf Blogs. Warum? Weil das Netz der Zukunft womöglich viel weniger partizipativ ist, als man heute glaubt, wo die Wahrnehmung dadurch getrübt wird, dass man all die Benutzer nie kennenlernt, die im Netz nicht kommunizieren, aber seine Masse darstellen. Das Gerät, so lautet die erstaunlichste Metapher, sei zynisch; andere bemängeln, dass es keine Kreativität zulasse. Sehr klug und sehr wütend hat das Jörg Kantel formuliert: Für ihn sei das neue Gerät nichts anderes als eine Fernbedienung. Was tut eine Fernbedienung mit Kommunikation? Was sie mit dem Fernsehen tat, wissen wir. Vielleicht muss man es sich so vorstellen: Künftige Generationen erleben die Organisation ihrer Freundschaften und sozialen Netzwerke nicht mehr wie bisher über das immer noch haptische Eintippen von Worten, sondern wie ein Fernsehprogramm, durch das man sich mit einer Fernbedienung bequem durchzappt.

Das technologische Äquivalent für non-free

Und das berührt die dritte potentielle Verwaltungsrevolution. Die gegenwärtige Debatte um freie Inhalte und eine free economy stammt bekanntlich historisch aus der open source-Bewegung. Sehr früh begriffen Informatiker, dass es besser ist, Daten zu tauschen, um die Produkte zu vervollkommnen. Noch gar nicht hinreichend verstanden ist, dass Apple über die Apps im Begriff ist, diese Kultur tiefgreifend zu verändern. Menschen werden künftig nicht mehr über Browser, sondern womöglich über ungezählte schnelle und aufmerksamkeitsoptimierte Apps sich im Netz bewegen. Der User dieser Zukunft lädt sich Anwendungen nicht herunter, sondern kauft sie dazu und in dem ökonomischen Akt liegt selbst schon eine Restriktion. Wer zahlen muss, überlegt sich stärker, was er eigentlich braucht.

Instinktiv haben viele Kommentatoren erkannt, dass hier alle die wohlfeilen Thesen auf dem Prüfstand stehen, die in letzter Zeit über die neue Internetökonomie formuliert wurden. Das Free-Konzept, so sympathisch es aussieht, scheint eine Illusion zu sein sofern es nicht von Anfang an ein gut getarntes Geschäftsmodell gewesen ist. Das technologische Äquivalent für non-free sind geschlossene Systeme, wie sie jetzt von Apple angeboten werden. Apple kann den Markt nicht vergewaltigen. Aber es könnte sein, dass das Plebiszit des Marktes wie schon beim iPhone der neuen Aufmerksamkeitsökonomie und der inhärenten Ideologie des Geräts zum Triumph verhilft. Kann sein, dass die heutige Zwischengeneration dem Wandel widersteht. Aber schon die heutigen Kinder werden nicht mehr mit den Systemen aufwachsen, die nur deshalb vergleichsweise offen waren, weil ihre Entwicklungsgeschichte so chaotisch verlief.

Apple zeigt, was sein wird

Das alles beschränkt sich nicht auf Oberflächen. Der Computer ist ein Werkzeug und die vorläufig letzte Metapher, die wir für menschliches Denken entwickelt haben. Aber das Werkzeug verändert den Benutzer, und indem es den Benutzer verändert, verwandelt es evolutionär die Gesellschaft. Man schaue nur im Internet unter dem Geburtsjahrgang 1955 und computer scientists nach. Die ganze Generation von digitalen Genies inklusive Steve Jobs ist Mitte der fünfziger Jahre in einer Welt des digitalen Urknalls geboren worden. Die riesigen, unvollständigen Systeme haben ihre Welt geprägt.

Der iPad ist ein zutiefst zynisches Ding, schreibt ein brillanter Informatiker der jungen Generation, Alex Payne, in einem vielgelesenen Blog: Was mich am meisten am iPad beunruhigt, ist Folgendes: Wenn ich einen iPad statt eines wirklichen Computers als Kind gehabt hätte, wäre ich heute niemals Programmierer. Nie hätte ich die Fähigkeit gehabt, all die wie auch immer dummen, potentiell gefährlichen oder auch klugen Programme zu schreiben oder zu entwickeln . . . Ich habe Jahre darauf gewartet, zu sehen, was nach dem PC kommt, und ich glaube wirklich, dass Apple uns zeigt, was es sein wird.

Die gewaltigere Ideologie

Jenseits der technologischen Einwände ist die Verblüffung geradezu mit Händen zu fassen. Plötzlich könnte alles nicht mehr gelten, was eben noch Jeff Jarvis verkündet hat. Man muss es sich so vorstellen: Ein neues Gerät wird präsentiert, und innerhalb von Sekunden wird eine ganze Ideologie in Frage gestellt. Wann hat es das jemals gegeben? Bei der Einführung eines neuen Mercedes-Modells? Beim Automobil? Bei der Erfindung der Uhr? Oder beim Zusammenbruch des Kommunismus? Computer sind einzigartige Innovationsantreiber, weil was mit ihnen geschieht, immer auch mit dem Denken geschieht.

Technologien sind Ideologien; und wie sehr, das kann man in all dem Bashing und Flaming im Netz studieren. Technologien, die der Kommunikation dienen und mit dem Denken fast gleichgesetzt werden, sind gewaltigere Ideologien als politische. Nichts ist schwarz oder weiß, sagt Steven Frank in einer brillanten Analyse des neuen Geräts, aber auch er glaubt, dass Jobs technologischer Gottesdienst das Ende des Desktop-Computers markieren wird.

Wie tief dieser Wandel sein könnte

Nichts kann aufregender sein, als die Folgen dieser technologischen Innovation gleichsam kulturell abzuhören. Die Hoffnungen der Verlage, allen voran der New York Times, dass ein nicht multitaskingfähiges, aufgabenzentriertes Gerät eine neue Aufmerksamkeitsökonomie befördert (und der Erfolg der iPhone-Apps ist ein erster Hinweis), ist nur eine Metapher dafür, wie tief dieser Wandel sein könnte. Könnte sein, dass in einer Welt, in der heute schon Zwanzigjährige nicht mehr bloggen, sondern längst wieder ganz anders kommunizieren, der Gebrauch des Werkzeugs die Köpfe schon in wenigen Jahren ändert.

Zwingend, um den Wandel zu beschreiben, wäre es, dass die in Vodafonegoogleapple und sogar in Microsoft verliebte Teilwelt der deutschen Medien ihren Blick darauf richtet, dass Giganten entstehen, während sie immer noch von der Partizipation aller redet. Die Dimension der neuen Bewusstseinsindustrie ist noch kaum verstanden. Das liebedienerische Niveau, auf dem heute allenfalls Kritik geäußert wird, zeigte legendär der Technologiereporter Dirk Liedtke, der den Google-Gründer Sergey Brin mit folgender Frage in die Ecke trieb: Ist aus dem David ein Goliath geworden?, und nach einem völlig inhaltlosen Gespräch folgendes Resümee zog: Nach dem Ende des Interviews verabschiedet sich Sergey Brin, ohne aufzustehen, und nach einem kurzen Geplänkel kleben seine Augen wieder an dem Display seines Notebook. Eine spannende Begegnung mit Brin, für ihn eher eine Pflichtübung.

Kurze E- Mail zum langen Abschied

Bei solchem Journalismus, da muss man der Blogosphäre recht geben, ist der Widerspruch der vielen Einzelnen wichtiger denn je.

Und das gilt auch für den iPad. Es wird entscheidend sein, dass es viele Plattformen, viele Unternehmen, viel Konkurrenz auf der technischen Seite gibt; es muss gewissermaßen Bürokratien geben, die sich gegenseitig in Schach halten. Und es muss verstanden werden, dass fast alle technologischen Neuerungen auf dem digitalen Sektor zu kognitiven Veränderungen geführt haben. Sie haben zu unendlicher Kreativität geführt, solange die Systeme offen waren und jeder sich an ihrer Evolution beteiligen konnte. Aber die Demokratisierung des Computers zeigt nun, dass die meisten Menschen es einfacher haben wollen und nicht ertrinken wollen in der Flut der Daten und Befehle. Also: Bequemlichkeit, Übersichtlichkeit, Virenfreiheit, auch um den Preis einer neuen Zentralregierung. Sie zu beobachten und zu überwachen ist Aufgabe nicht nur, aber vor allem der Medien. Steve Jobs iPad signalisiert den Übergang der revolutionären Phase der Computertechnologie in eine Restaurationszeit und es ist bezeichnend, dass Wortmeldungen von Jaron Lanier bis Nicholas Carr und dem Chaos Computer Club sie begleiten, die vor dem Kontrollverlust des Einzelnen durch den digitalen Overmind warnen.

Was immer aus dem speziellen Gerät wird, das der Apple-Gründer vorstellte er sagte nichts anderes als: die Hardware verändert den Inhalt. Das Werkzeug verändert das Denken. Anders gesagt: Wir haben diese Woche die kurze E-Mail zum langen Abschied vom World Wide Web, das wir kennen.

Hinweis: Ein Entwicklertool für den iPad ist jetzt verfügbar und downloadbar.



Text: F.A.S.
Bildmaterial: REUTERS

© Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH 2010.
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Making meaning: how successful businesses deliver

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By Steve Diller, Nathan Shedroff, Darrel Rhea


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A new, global customer is emerging that increasingly seeks meaningful experiences in their lives. Savvy companies are increasing their competitiveness and moving up the value chain into higher profit-margin territory by developing and offering experiences around their products and services that target this new consumer. This book describes the new global experience customer. It explores the differences between traditional businesses and those that understand experiences. It describes the processes and approaches for transforming real companies with meaningful change. In particular, it describes the factors that make experiences meaningful to customers and how companies can and do use these to innovate their products, services, outlooks, approaches, processes, and understandings. This book is designed to help leaders take effective action in managing the development and deployment of products and services in order to create results that generate growth.

Limited preview - 2005 - 146 pages - Business & Economics


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