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Spannende Fragen beim Bewerbungsgespräch. Und Antworten.

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Spannende Fragen beim Bewerbungsgespräch. Und Antworten.

CBS Moneywatch hat vor ein paar Wochen die 20 craziest job interview questions präsentiert – und diese wahrscheinlich von Glassdoor.com kopiert. Ich übersetze einige dieser ungewöhnlichen Fragen – und werde auch auf mögliche Antworten eingehen, soweit ich mir das zutraue. Die Kommentare bieten Raum für mehr.

Eine Vorbemerkung zum Sinn spezieller, unerwarteter Fragen beim Vorstellungsgespräch: Es geht darum, die Bewerberinnen und Bewerber auf dem falschen Fuss zu erwischen – zu sehen, wie sie damit umgehen, wenn sie sich auf eine Frage nicht vorbereiten konnten, wenn man ihnen beim Denken zusehen kann. Dabei wäre dann zu fragen, ob der Rahmen (ein Vorstellungsgespräch mit den dazu gehörenden Rollen, der Nervosität etc.) der richtige ist, um Menschen kreativ denken zu sehen. Nun aber zu den Fragen.

  1. Procter & Gamble: Verkaufen Sie mir einen unsichtbaren Kugelschreiber.
  2. Facebook: 25 Rennpferde, keine Stoppuhr, fünf Rennbahnen. Finden Sie die drei schnellsten Pferde in der geringsten Anzahl Rennen.
  3. Citigroup: Was ist Ihre Strategie beim Tischtennis?
  4. Google: Sie steigen eine Treppe hoch. Sie können entweder eine oder zwei Stufen aufs Mal nehmen. Die Treppe hat n Stufen. Auf wie viele unterschiedliche Arten können Sie die Treppe hochsteigen?
  5. Gryphon Scientific: Wie viele Cocktail-Schirmchen gibt es zu jeden gegebenen Zeitpunkt in den USA?
  6. Enterprise Rent-A-Car: Wäre es für Sie in Ordnung, von sieben von zehn Kunden »nein« zu hören?
  7. Goldman Sachs: Angenommen, Sie haben acht identisch aussehende Bälle, von denen einer leicht schwerer ist als die anderen. Mit wie vielen Versuchen können Sie mit einer Balancierwaage herausfinden, welcher es ist?
  8. Towers Watson: Wie viele Flugzeuge sind momentan unterwegs?
  9. Lubin Lawrence: Wenn Sie Milka-, Cailler- und Lindt-Schokolade als Persönlichkeiten beschreiben müssten – wie würden Sie das tun?
  10. Kiewit Corp.: Womit haben Sie als Kind gespielt?
  11. Jane Street Capital: Welches ist die kleinste Zahl, die durch 225 teilbar ist und nur aus den Ziffern 1 und 0 besteht?
  12. UBS: Wenn wir Russisches Roulette spielten und ich die Kammer des Revolvers zufällig gedreht und abgedrückte hätte, ohne dass sich ein Schuss gelöst hätte: Würden Sie dann lieber noch einmal abdrücken oder die Kammer erneut drehen und dann abdrücken?
  13. Merrill Lynch: Erzählen Sie mir von Ihrem Leben seit dem Kindergarten.
  14. Susquehanna International Group: Fünf Männer betreten ein Lokal und setzen sich an einen runden Tisch. Mit welcher Wahrscheinlichkeit sitzen sie in aufsteigender Reihenfolge ihres Alters?
* * * 
Hier einige Gedanken zu den Antworten (wer selber lösen will, bitte nicht weiterlesen) – wenn ich nicht weiterwusste, habe die humoristischen Antworten von Giles Turnbull eingefügt:
  1. Imagine that pen you loved. Remember? It was a great pen. Then that jerk in the office asked “Can I borrow that for a second?” and it was gone, never to be returned. You still see that jerk every day, but have you seen your pen? That need never happen again with the invisible pen. It’s a pen only you can use, because you’re the only one who knows it’s there.

  2. Hier würde ich mal die Bedingungen zu diskutieren beginnen, um zu zeigen, dass ich mich für die Rahmenbedingungen eines Problems vertraut mache. Also etwa: Können mehrere Pferde pro Bahn laufen? Können Sie – wenn ja – einander überholen? Nehmen wir an, die Pferde laufen jede Runde gleich schnell oder ermüden sie?
  3. Hier würde ich zeigen, dass ich die Parameter des Spiels verstehe: Gegner, Punktestand, eigene Fähigkeiten etc.
  4. Das ist ein (einfaches?) Induktionsproblem:
    n=2: Es gibt 2 Möglichkeiten – 1+1 oder 2.
    n=3: Es gibt 3 Möglichkeiten – 1+1+1 oder 2+1 oder 1+2
    n=4: Es gibt 5 Möglichkeiten – 1+1+1+1 oder 2+1+1 oder 1+2+1 oder 1+1+2 oder 2+2.
    n=5: Nun wird komplizierter. Beginnen wir unten: Entweder starten wir mit 1 – dann haben wir nachher alle 5 Möglichkeiten von n=4 – oder wir starten mit 2 und haben dann alle 3 Möglichkeiten von n=3: Also gibt es 5+3=8 Möglichkeiten.
    Wir verallgemeinern dieses Vorgehen: Wir können also immer die letzten beiden Resultate zusammenzählen. Das ist die Fibonacci-Folge (0,1,1,2,3,5,8,13…) mit dem Glied F(n+1) (d.h. n=5 ist das sechste Glied der Fibonacci-Folge, also 8).
  5. Wie alle Schätzfragen muss man da vernünftige Annahmen treffen. Hier z.B. wie viele Leute trinken an einem Tag einen Drink mit Schirmchen + Reserve.
  6. Man denkt: Nein. Man sollte sagen: Eigentlich ja, aber ich möchte besser sein.
  7. So läuft wohl auch 2., irgendwie. Also:
    1. Versuch: 4 + 4.
    2. Versuch: Schwerere vier in 2+2.
    3. Versuch: Schwerer zwei in 1+1. Also: Drei Versuche.
    (siehe Kommentare: 2 Versuche.
    1. Versuch: 3+3.
    2. Versuch: Wenn 3 schwerer waren, 1+1 aus diesen 3. Falls nicht, die anderen beiden wägen.
    Ginge auch mit 9 Kugeln.)
  8. Wie 5.
  9. Im amerikanischen Kontext:

     I went to school with Hershey. He thought he was so special, and people were all like “Ooooh Hershey,” but then I went to college and forgot all about him. Last I heard, he was cleaning windows for a living. Godiva inherited the house after her aunt died, and tried making a career as an artist. No-one liked her work—too much violence, not enough humanity. We’re still in touch, but our Facebook conversations are about trivia and crap on TV. I don’t think I have much to say to her anymore. Dove does telephone sales calls. I think she got married to some guy from Denver. They don’t have kids.

  10. Lego oder Puppenhaus sind wohl Winner.
  11. Eine schöne Aufgabe.
    225 in Primfaktoren ist 3x3x5x5.
    D.h. eine Zahl, die durch 225 teilbar ist, muss auch durch 9 und 25 teilbar sein.
    Durch 25 ist jede Zahl teilbar, die auf 00 endet.
    Durch 9 ist jede Zahl mit Quersumme 9 teilbar.
    Also: 11111111100.
  12. Wir nehmen an, der Revolver habe 6 Kammern.
    Wenn wir direkt abdrücken, haben wir eine Chance von 1/5, getötet zu werden.
    Wenn wir drehen, 1/6. Ergo: Drehen.
  13. Und noch einmal Turnbull:

    Well I sort of went to school, then I went to college, then I had a dozen crappy dead-end jobs to make ends meet. I wasted my money on alcohol, drugs, gadgets, and pointless leisure activities. I tried settling down a couple of times but we couldn’t make it work, then afterward I usually spent six months in a haze of self-doubt and did lots of crying to myself on the couch in the evenings. There was a spell when I moved back in with my parents, partly because I couldn’t afford to live anywhere else and partly because the judge said I had to. When that was over, I drifted a bit. I have nothing meaningful to show for my time on this Earth so far, but I do own a pretty nice phone and a pair of incredibly expensive running shoes.

  14. Noch einmal Mathematik:
    Die jüngste Person kann sitzen, wo sie will.
    Die zweitjüngste kann an zwei Plätzen von vier verbleibenden sitzen, also 1/2 Wahrscheinlichkeit.
    Die drittjüngste kann an einem von drei verbleibenden Plätzen sitzen, also 1/3 Wahrscheinlichkeit.
    Die viertjüngste kann an einem von zwei verbleibenden Plätzen sitzen, also 1/2 Wahrscheinlichkeit.
    Die älteste hat nur noch einen Platz übrig.
    Resultat: 1:12 ist die Wahrscheinlichkeit.

How to Hire Coders

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One of the most common questions I get asked is "How can I find technical employees?" The market for good programmers is extremely tight, and traditional techniques like job-board or craigslist postings won't produce results. Even the best network of contacts probably won't uncover candidates willing to reach out to you. So, what can you do?

Start early: Accept that it's going to take longer than you'd like to find the right person, and so plan ahead now for hires you'll be making in six months or a year. If you do find the right person too early, make them an offer and take the hit of paying their salary for a few months before you really need them. The hiring process will be time-consuming, so schedule accordingly; treat it as a first-class task that will take up a significant chunk of every week.

Stalk them: The best candidates aren't looking for a new job, they're being pampered and praised at their current company. The first thing you'll need to do is find out who these people are and connect with them. One of my favorite hacks for this is joining technical meet up groups in your area. Even if you're a business guy, you'll probably be able to nod and smile your way through most presentations. You'll get to see who's enthusiastic and can communicate well, and the social side is a great way to talk to engineers you'd never be in contact with otherwise. If you supply beer and pizza, you'll be very popular.

Go to Meetup.com and put in a few relevant keywords (e.g. Machine Learning, Big Data) to discover nearby get-togethers. Another avenue is lurking on open-source project's mailing lists, which won't find local coders but otherwise has a lot of the advantages of attending meet ups, since you can see how people communicate and work with others.

Understand them: In order to pry them away from their current job, you need a strong lure, and you need to understand what their motivations are to craft something tempting. The best programmers often aren't driven by money, so figure out if they're after more responsibility, independence, the chance to work with cutting-edge technology or recognition from their peers. Sit down with them over coffee, join them on a hike, spend time with them however you can. Once you know what makes them tick, you can build an offer that's hard for them to refuse.

Pimp yourself: People are a lot more likely to want to join companies they've heard of, startups that are recognized for doing interesting and challenging work, so talk about the great technology you're building every chance you get. Encourage your existing programmers to blog and talk to journalists like me, and try to reach communities like Hacker News and Reddit with your stories. Have your engineers give talks at conferences and contribute back to open-source projects.

It may feel painful as that cuts into the time they spend on development, but the added visibility in the development community will be a powerful recruiting tool.

Qualify them: Often you'll find a programmer who loves the idea of joining an early-stage company, but when it comes to making the plunge and leaving the security of a steady job, they get cold feet. Get a feel for how serious they are by paying them for part-time consulting during the courtship. If they are reluctant, or can't fit it into their schedule, that's a sign they might not be willing to follow through.

Look at alternatives: This is probably starting to sound like a lot of work, so think hard about what you're trying to achieve by hiring a new employee. Do you really need somebody with 10 years experience, or would you be better off finding a clever intern with fire in her belly and something to prove?

Bosses almost always underrate their existing employees' potential, because they've seen their failures first hand, and new hires come in with no history. Would you actually be better off spending your time training your current coders to take on more challenging work? Can you find a consulting firm to help them out on particular areas? How can you make sure that none of your current team leaves?